Zuhause Gottesdienste

Hier finden Sie unsere Gottesdienste die Sie Zuhause feiern können und kurze Impulse für zwischendurch.

Freimut braucht es!

Denke ich zurück an Pfingsten, dann fällt mir dieses Wort aus der Lutherbibel ein: Freimut. Heute ist es leider nicht mehr gebräuchlich. Schade! Denn die Kombination aus Freiheit und Mut finde ich heute wichtiger denn je. „Kühner Mut“ war ursprünglich gemeint. Im Neuhochdeutschen

bezeichnet Freimut eine Charaktereigenschaft, mit der man seine Meinung und Gesinnung offen zu erkennen gibt und sie nicht mit Rucksicht auf möglichen Widerspruch oder gesellschaftliche  Konventionen unterdrückt oder verstellt. Ich empfinde unsere allgemeine Situation eher als das Gegenteil davon: Müdigkeit, wohin man blickt – wenig Mut, keine Entscheidungsfreude, kaum Begeisterung, keine wirklichen Ziele, für die sich Einsatz und Mühe lohnen. Vieles dümpelt vor sich hin, auch in der Gemeinde. Der Ukrainekrieg mit seinen globalen Auswirkungen gibt uns nach der Pandemie gefühlt noch „den Rest.“ Fertig mit der Welt waren die Jünger nach der furchtbaren  Kreuzigung ihres Meisters. Einfach weitermachen nach dem Motto „Die Worte und Ideen von Jesus leben in uns“ hätte nicht geholfen. Selbst die tatsächlich erfahrene Auferstehung von Jesus Christus hat die Jünger noch nicht aus ihrer Passivität herausgeholt.

 

Es braucht den Heiligen Geist!

Pfingsten ist eine reale Erfahrung. Aus einem verängstigten Rest von Jesustreuen wird eine lebendige Gemeinde von mutigen und fröhlichen Christen, die freimütig bekennen: Jesus lebt! Wir haben den Herrn gesehen!

 

„Die Unerschrockenheit (so übersetzt die NGU „Freimut“), mit der Petrus und Johannes sich verteidigten, machte großen Eindruck auf die Mitglieder des Hohen Rates, zumal es sich bei beiden offensichtlich um einfache Leute ohne besondere Ausbildung in der Heiligen Schrift handelte.“ So  berichtet die Apostelgeschichte (Apg 4,13).

 

Du brauchst den Geist von oben!

Bitte Gott und sage: „Komm, Heiliger Geist. Zeig mir, was rich5g ist und wie ich mich entscheiden soll.

Schenke mir Weisheit.“ Und Gott wird Dir Weisheit geben, nicht immer jetzt und gleich. Du musst schon dran bleiben, beharrlich sein wie die Witwe (siehe Lukas 18), die dem Richter so lange in den Ohren liegt, bis sie ihr Recht bekommt. Aber wenn Du ernsthaft von Gott erwartest, dass ER Dir Seinen Weg zeigt, dann wird er in Dir Gewissheit bewirken, das Rich5ge zu tun. Auf Gottes Zusage kannst Du Dich verlassen.

 

Gott hilft immer – spätestens rechtzeitig!

Im Nachdenken und Beten darüber spürst Du Frieden in Dir. Doch bevor Du tätig wirst, prüfe Dein Vorhaben, besprich Dich mit einem vertrauten Menschen, der genauso wie Du nach Gottes Wegen fragt und prüfe an der Bibel, ob Deine Entscheidung dem Wort Gottes entspricht. Ich spüre sofort an mir, wenn ich zu wenig um Gottes wegweisenden Geist bitte. Wann spüre ich das?

  • Wenn ich in den alten Trott verfalle,
  • alles aus eigener Kraft bewältigen will,
  • wenn ich mich ständig überfordere,
  • wenn ich es allen recht machen will
  • und und und…..

Wenn ich nicht um Gottes ermutigenden und klärenden Geist bitte, zieht schleichend der Geist der Resignation, der Müdigkeit und Gleichgültigkeit ein. Von Herzen wünsche ich Ihnen und Euch, dass Ihr Gott um Seinen Geist bittet und die wunderbare Erfahrung macht: Er schenkt Euch Kraft und

Besonnenheit, gute und richtige Entscheidungen zu treffen.

Ich habe Sorge vor dem Herbst und Winter: Besonnenheit brauchen wir, keine Panikmache oder Angstgeschüre. Es braucht FREIMUT, den der Heilige Geist schenkt. Mit ihm können wir alles prüfen und das Gute behalten. Bist Du wie die Jünger am absoluten Tiefpunkt, so wird Dich Gottes Geist

beleben, erfrischen und Dir Perspektive schenken, nämlich Seine Perspektive für Dich.

Von Herzen wünsche ich Ihnen/ Euch einen erholsamen Sommer

Euer Pfarrer

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