Jahreslosung 2022

Jesus Christus spricht:
„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“

Johannes 6,37

 

 

Als wir uns im Presbyterium über dieses Wort
austauschten, wurden folgende Gedanken geäußert:
Jeder ist willkommen - „Macht hoch die Tür, die Tore macht weit“ – ja, das möchten wir sein:
Einladende Gemeinde

– aber im Moment gibt es ja „Keinen zum Abweisen“,
weil wegen Corona kaum etwas stattfindet und die Gottesdienste schwach besucht sind.
Auch in unserem Alltag ist immer noch, ja mehr denn je Abstand, Zurückhaltung, Distanz angesagt. Aber bei aller gebotenen Vorsicht und Besonnenheit darf nicht Kälte in unsere Beziehungen und unseren Glauben einziehen.
Jesus hat keine Angst vor Nähe. Im Gegenteil! Kommst Du ihm nahe, wirst Du gesund an Seele und Leib. Seine Einladung gilt unabhängig von Umständen in guten wie in schweren Zeiten. Sie gilt Dir und mir!
Wie waren die Umstände damals, als Jesus seine
Einladung aussprach (siehe Kap 6 im Johannesevangelium)?
Die Menschen hatten bei Jesus im wahrsten Sinne des Wortes gerade erst „angebissen“. Sie sahen, wie er Kranke heilte. Zu den Fünftausend gehörten sie, die von Jesus mit zwei Fischen und fünf Gerstenbroten satt gemacht wurden (V 14:) „Als sie begriffen, was Jesus getan hatte, riefen sie begeistert: Das ist wirklich der Prophet, auf den wir lange gewartet haben.“ Aber als Jesus merkte, dass sie ihn zum König ausrufen wollten,

„zog er sich in die Berge zurück, er ganz allein.“ (V 15)
Da kommt die Begeisterung für Jesus so richtig in Fahrt, schon macht er einen Rückzieher. Warum? Weil Jesus nicht gekommen ist, um mit politischen Mitteln sein Reich zu bauen. Seine Mission ist Erlösung von der Sünde.
Unsere evangelischen Landeskirchen in Deutschland (EKD) haben im November einen neuen Rat gewählt. Die Schwerpunkthemen des bisherigen Ratsvorsitzenden
Bedford-Strohm waren Klima, Migration und soziale Gerechtigkeit. Zweifellos wichtige Themen, bei denen sich Christen engagieren sollen zum Wohl aller. Aber das ist nicht das „Kerngeschäft“. Die zentrale Mission der
Kirche lautet: Rettung der Seelen für die Ewigkeit
durch den Ruf zum Glauben an Jesus Christus.
Jesus sagt: (V 26) „Ich weiß, weshalb ihr zu mir kommt:
doch nur, weil ihr von mir Brot bekommen habt…; nicht, weil ihr verstanden hättet, was dieses Wunder bedeutet. (V 27) Bemüht euch doch nicht nur um das vergängliche Brot, das ihr zum täglichen Leben braucht! Setzt alles dafür ein, die Nahrung zu bekommen, die bis ins ewige Leben reicht. Die wird euch der Menschensohn geben.
Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, um Gottes Willen zu erfüllen? Er erwiderte: Nur eins erwartet Gott von euch: Ihr sollt an den glauben, den er gesandt hat.“

Jesus kennt uns Menschen. Wir laufen gerne Wohltätern hinterher, die meist kein Heil und Perspektive auf Dauer bieten können. Jesus will, dass wir ihm nicht um seiner Wohltaten folgen, sondern um seinetwillen, d.h. ihm als Person voll vertrauen, dass er der Sohn Gottes und Retter
der Welt ist.
Was für ein Anspruch! Seine Zuhörer verlangen
Beweise. Aber wie viele Beweise braucht ein Mensch, um glauben zu können? „In Gottes Auftrag habe ich viele gute Taten vollbracht.“ (Joh 10,32). “Ihr glaubt nicht an mich, obwohl ihr mich mit euren eigenen Augen seht.“ (Joh 6,36). Alles Beweisen und Sehen bleibt in wirkungsloser Distanz, wenn Du nicht den Schritt zum völligen Vertrauen auf Jesus wagst. Diesen Anspruch als Willen seines göttlichen Vaters bekundet Jesus mit seinen Ich-Bin-Worten. So auch hier:
„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt,
wird niemals wieder Hunger leiden (nach anderem Lebenssinn…), und wer an mich glaubt, wird nie wieder Durst haben.
„Anbeißen“ am Brot des Lebens, das ist Glauben an Jesus Christus als Deinen Herrn und Heiland. Wagst Du / wagen Sie diesen Glaubensschritt? Wenn ja, wirst Du nicht enttäuscht werden. Auch wenn Du mit Fragen, Selbstzweifeln und Angst kommst, wird Jesus Dich nicht abweisen. Hauptsache: Du machst den ersten Schritt.
Jesus hat die Hand zu Dir längst ausgestreckt. Darum:
Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Das ist meine Hoffnung für 2022:
● dass unsere Gemeinde einladend ist;
● dass Dein Vertrauen zu Jesus Deine Augen öffnet und
Du das Gute siehst, das Gott auch in schwerer Zeit wirkt;
● dass Du selbst einladend bleibst oder wirst, ein
Nachfolger von Jesus, der Gottes Liebe ausstrahlt.
Ein gesegnetes Jahr 2022 wünscht Euch
Euer Pfarrer Joachim Grubert

 

 

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